Brücke zwischen Schülerleben und Erwachsenenleben
Die Berufsschulstufe ist die Fortentwicklung des Stufenmodells am Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Auf die Grundschulstufe und die Hauptschulstufe folgt nun die Berufsschulstufe (10. –12./13.Schulbesuchsjahr).
- alle Schüler unserer Schule, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben
- Schüler, die vom Sonderpädagogischen Förderzentrum zur Erfüllung ihrer Berufsschulpflicht kommen
Ziele
- ein möglichst selbstständiges Leben
- Erwerb von Schlüsselkompetenzen
Lernbereiche
- Arbeit und Beruf
- Wohnen
- Selbsterfahrung und soziale Beziehungen
- Freizeit
- Mobilität
- Öffentlichkeit
- Religion
Lernorte
- Klassenzimmer
- Gruppenräume und Fachräume
- Lehrwohnung
- Werkstatt für behinderte Menschen und externe Firmen, die Praktika anbieten
- Behörden, Supermärkte, Cafes und Gaststätten
Die Begleiter
- Lehrkräfte
- Erzieherinnen
- Pflegekräfte
- Sozialpädagogen
- Therapeuten
- Praktikumsanleiter
- externes Personal in Firmen, Behörden usw.
Klassen
- eine Klasse ist immer in der Lehrwohnung
- zwei Klassen sind in den Unterrichtsräumen im Schulhaus
- eine Klasse wird nur von Mädchen, zwei Klassen werden von Jungen besucht
Rotation
- die Klassen wechseln alle drei Bereiche innerhalb eines Schuljahres durch.
- dabei werden die Zeiträume von den Weihnachtsferien und den Osterferien begrenzt (d.h. in der Regel 12 Wochen)
Unterrichtsprinzipien
- Unterrichtlicher Schwerpunkt ist die praktische Arbeit unter Zuhilfenahme der theoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die in Grund- und Hauptschulstufe erworben wurden.
- Dabei werden Problemlösungen gefordert und die Kulturtechniken weiter gefördert, was besonders in Unterrichtsprojekten möglich ist.
Projektbeispiele
- Projekt Wohnen (Leben in einer Wohnung)
- u.a. Ausbau des Kellers zum Freizeitraum
- bauliche und gärtnerische Gestaltung des Pausenhofes
- Einsammeln und Sortieren der Wertstoffe
- Weihnachtsbasar
- Herstellung und Verkauf einer Schülerzeitung
- Einkaufstraining
- Getränkeverkauf
Praktika
- in der Werkstatt für behinderte Menschen
- in Industrie, Handel und Handwerk
- in Gärtnerei und Landwirtschaft
- in Hotellerie, Gaststätten und Großküchen
- bei unseren Hausmeistern und in der Küche der Tagesstätte
- in unserem Kindergarten (SVE)
Organisation der Praktika
- Praktika in der WfbM werden vom Praktikumsteam aus Schule und Tagesstätte organisiert.
- Externe Praktika sollten von den Eltern in Wohnortnähe organisiert werden.
- Das Team aus Schule und Tagesstätte hilft, wenn nötig, bei der Suche und Vorbereitung.
- Praktika werden entsprechend den Fähigkeiten der Schüler vermittelt.
- Die Schüler stellen sich mit einer Bewerbungsmappe bei den Praktikumsstellen vor.
- Die Praktikanten werden wöchentlich an der Praktikumsstelle besucht.
- Für jeden Praktikanten wird vom Praktikumsgeber ein Praktikumsbericht ausgefüllt.
- Schüler, die frei schreiben können, erstellen selbst einen Praktikumsbericht.
Und wenn‘s mal Probleme gibt:
- wir vermitteln und besprechen Probleme
- bei ernsthaften Problemen können Praktika auch abgebrochen werden
Praxistag
- Jede Gruppe hat einmal in der Woche einen ganztägigen Praxistag (8 Unterrichtsstunden).
- An diesem Tag erfährt die Gruppe an einem Projekt die Belastung eines vollen Arbeitstages.
Wohntraining
- Erkundung von Wohnheimen (z.B. ASB, Sonnenhaus in Unterleinleiter)
- Besuch in der Wohngruppe der Lebenshilfe Forchheim (Begleitetes Wohnen)
- Wohntraining in der Lehrwohnung mit Übernachtung von Montag bis Freitag (einmal für jede Gruppe im Schuljahr)
Die Lehrwohnung
- Seit Beginn des Schuljahres 2007/08 steht die ehemalige Hausmeisterwohnung als Lehrwohnung zur Verfügung.
- Sie wurde im Rahmen eines Unterrichtsprojekts von den Schülern selbstständig renoviert.
Mobilitätstraining
- sich als Fußgänger sicher im Straßenverkehr bewegen
- öffentliche Verkehrsmittel nutzen
- den Behindertenausweis nutzen
Übernachtungswoche Mai 2010
Pflastern unserer Terrasse
Praktisches Arbeiten steht im Vordergrund der schulischen Aktivitäten der Berufsschulstufe. Neben den (Langzeit-) Praktika werden aber auch immer wieder Tätigkeiten im Bereich unserer Schule/Tagesstätte gefunden, an denen unsere Schüler bereits erworbenes Wissen auch praktisch umzusetzen lernen. Unsere Lehrwohnung bietet hierfür hervorragende Möglichkeiten sich in hauswirtschaftlichen und handwerklichen Tätigkeiten zu erproben.
In den Bildern unten wird die Terrasse unserer Wohnung unter Anleitung unseres Hausmeisters neu gepflastert, was für viele Schüler eine völlig neue Erfahrung dargestellt hat.




